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ÜBER LEBENKUNST.Schule


ÜBER LEBENSKUNST.Schule

 

Bildungsprogramm für Künstler_innen und Kulturschaffende
September 2010 - August 2012

 

„Wenn man das Problem unserer zerstörerischen Lebensweise lösen will, dann sind intelligente Köpfe gefragt, die kreativ etwas verändern können. Und um diese Kreativität zu schaffen und zu schöpfen, braucht man Bildungsprozesse - ohne die kann es nicht funktionieren.“  (Gerhard de Haan)

 

Der Weg in die Nachhaltigkeit führt über Bildung, die deshalb einen Schwerpunkt des Initiativprojekts der Kulturstiftung des Bundes und des Haus der Kulturen der Welt darstellt. In Kooperation mit dem Institut Futur der Freien Universität Berlin wurde das Bildungsprogramm ÜBER LEBENSKUNST.Schule entwickelt, das erstmals künstlerische Strategien mit dem Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) zusammenbringt. Die ÜBER LEBENSKUNST.Schule unterstützt Künstler_innen darin, exemplarische Projekte zu entwickeln und umzusetzen, mit dem Ziel die Wahrnehmung junger Menschen zu verändern, ihren Blick zu schärfen, ihre Kreativität zu entfalten und sie zu selbstbewussten und engagierten Problemlösungen für nachhaltige Lebensentwürfe zu ermutigen.

 

18 Künstler_innen und Kulturschaffende aus dem ganzen Bundesgebiet wurden im Sommer 2010 zur Teilnahme an der ÜBER LEBENSKUNST.Schule ausgewählt. Zwischen September 2010 und Juli 2011 kamen sie jeden Monat für zweieinhalb Tage in Berlin zusammen, um sich – unterstützt von Expert_innen aus Wissenschaft und Praxis –  in das Konzept BNE einzuarbeiten, Verbindungen herzustellen und sich konzeptionell und praktisch auf ihre Arbeit an Schulen vorzubereiten. Parallel zu den monatlichen Präsenzveranstaltungen entwickelten sie Ideen für eigene Kultur- und Nachhaltigkeits-Projekte, die sie gemeinsam mit ihren Partnerschulen zu Projektkonzepten ausarbeiteten. Beim Festival ÜBER LEBENSKUNST im August 2011 geben sie Einblick in den Stand der Projektplanung und führen gemeinsam mit ihren Projektpartner_innen und den Festivalbesucher_innen Workshops durch.

 

Im Schuljahr 2011/12 werden die Projekte mit und an den Partnerschulen realisiert. In dieser Zeit erhalten die Künstler_innen kontinuierliche Unterstützung und werden wissenschaftlich begleitet. Die Realisierungsphase schließt mit einer öffentlichen Veranstaltung im Haus der Kulturen der Welt ab. Darauf folgt eine Publikation, die die einzelnen Projekte in Wort und Bild wiedergibt sowie zentrale Fragestellungen und Erkenntnisse der Projektpraxis diskutiert.

 

Das Bildungsprogramm ÜBER LEBENSKUNST.Schule entsteht in Kooperation mit dem Institut Futur der Freien Universität Berlin und wird nach dem europaweit anerkannten Credit Transfer System (ECTS) zertifiziert.

Der Leiter des Instituts Futur, Prof. Dr. Gerhard de Haan, ist seit 2004 Vorsitzender des deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014". Am Institut Futur waren bereits zwei große bundesweite Schulmodellprojekte angesiedelt, das Programm „Transfer-21“ (vormals 21 - Bildung für nachhaltige Entwicklung) und das Programm „Demokratie lernen und leben“ (Demokratiepädagogik). Außerdem hat das Institut mehrere bundesweite Multiplikatorenprogramme zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) an Schulen entwickelt und koordiniert.

Für das Institut Futur leiten und koordinieren Saskia Helbig und Wanda Wieczorek die ÜBER LEBENSKUNST.Schule.

 

 

 

Das Nationalkomitee der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ hat auf seiner 14. Sitzung im November 2010 in Hamburg das Programm ÜBER LEBENSKUNST.Schule in den offiziellen Maßnahmenkatalog des Nationalen Aktionsplans aufgenommen.

In der Begründung der Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" heißt es: „Das bundesweit angelegte Ausbildungsprogramm ÜBER LEBENSKUNST.Schule geht neue Wege auf dem Gebiet einer Bildung für nachhaltige Entwicklung: Abseits von Verzichtsappellen und Mahnungen erarbeiten Künstler_innen und Schüler_innen gemeinsam lustvolle Entwürfe anderer Lebensmodelle, indem sie das Potenzial ästhetisch-kultureller Bildung nutzen. Durch die kreative Auseinandersetzung mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung, die auch immer die Frage der eigenen Identität und Entwicklung berührt, können kognitive, soziale und affektive Herangehensweisen optimal verbunden werden.“ 

 

 

 

 

Themen
BildungKunst